• Das imposante KKL mit einem der besten Konzertsäle der Welt liegt direkt am Vierwaldstätter See.

  • Der verstorbene Claudio Abbado 2013 beim Lucerne Festival. 

Über 30 Weltklasse-Sinfoniekonzerte am Vierwaldstätter See

Lucerne Festival Sommer 2017

Mit der Grundung des Lucerne Festival Orchestra knüpften Claudio Abbado und Michael Haefliger 2003 an die Geburtsstunde der Luzerner Festspiele im Jahr 1938 an, als Arturo Toscanini mit einem Concert de Gala gefeierte Virtuosen ihrer Zeit zu einem einzigartigen Eliteorchester vereinte. Der inzwischen verstorbene Claudio Abbado versammelte Sommer fur Sommer international renommierte Solisten, Kammermusiker und Musikprofessoren in Luzern, das „Orchester der Freunde“ etablierte sich weltweit als eines der führenden Sinfonieorchester. Beim Sommer-Festival 2017 interpretiert das Orchester Werke von Mendelssohn, Strauss, Strawinsky und Tschaikowsky.

Seit der Eröffnung des vom französischen Stararchitekten Jean Nouvel entworfenen, direkt am Vierwaldstätter See gelegenen Kultur- und Kongresszentrums Luzern KKL Ende der 1990er Jahre finden die wichtigen Veranstaltungen des Festivals in einem der besten Konzertsäle der Welt statt. Mit Riccardo Chailly übernahm 2016 einer der aktuell gefragtesten Dirigenten die künstlerische Leitung des Orchesters. Der 1953 geborene Mailänder ist dem Festival seit 1988 eng verbunden und gastierte mit zahlreichen Konzerten mit dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam und dem Gewandhausorchester Leipzig.

Das diesjährige Lucerne Festival widmet sich vom 11. August bis 10. September 2017 dem Thema "Identität". Die Frage nach der Identität beleuchtet die Prägung des Menschen in Gegenwart und Geschichte durch Herkunft, Heimat, Glauben, Kultur oder Religion. Viele Musiker, die wie Nomaden rund um den Erdball ziehen, um heute in New York und morgen in Tokio zu konzertieren, müssen sich mit immer wieder anderen Lebenswelten auseinandersetzen. Flüchtlinge, die aus Kriegsgebieten nach Europa kommen, suchen einen Weg zwischen dem Wunsch nach Integration und der Bewahrung des Eigenen. Der Erlebnistag am 27. August nähert sich dem Thema Identität mit 14 Konzerten in zwölf Stunden.

Das Eröffnungskonzert des Sommer-Festivals am 11. August steht zunächst ganz im Zeichen von Richard Strauss und ist dem Festivalgründer Arturo Toscanini zum 150. Geburtstag gewidmet: Es erklingen die Tondichtungen Also sprach Zarathustra, Tod und Verklärung sowie Till Eulenspiegels lustige Streiche. Das zweite Programm am 18. August präsentiert Felix Mendelssohns Sommer-nachtstraum mit der Ouvertüre und Auszügen aus der Bühnenmusik sowie Tschaikowskys Manfred-Sinfonie h-Moll. Das Programm am 19. August kombiniert Igor Strawinskys Le Sacre du Printemps mit vier seiner frühen Werke.

Eine Annäherung an das Festivalthema "Identität" erfolgt auch über Schwerpunkte zu bedeutenden Komponisten wie Claudio Monteverdi, dem Pionier der klassischen Musik heutiger Ausprägung, dessen 450. Geburtstag 2017 gefeiert wird. Monteverdis drei erhaltene Opern L’Orfeo, Il ritorno d’Ulisse in patria und L’incoronazione di Poppea werden mit den English Baroque Soloists unter der Leitung von John Eliot Gardiner präsentiert; Regie führt Elsa Rooke. Die Suche nach Authentizität und Naturhaftigkeit prägt das Werk von Gustav Mahler. Christian Gerhaher singt die Rückert-Lieder und, mit Anna Lucia Richter, ausgewählte Lieder aus Des Knaben Wunderhorn in zwei Konzerten mit dem Chamber Orchestra of Europe und Bernard Haitink.

Das Festival lädt auch diesen Sommer die renommiertesten Sinfonieorchester und Solisten nach Luzern ein. Innerhalb eines Monats sind hier die unterschiedlichsten Klangidentitäten zu erleben, vom Wiener Klangstil der Wiener Philharmoniker, diesmal dirigiert von Michael Tilson Thomas und Daniel Harding, über die russische Schule des Mariinsky Orchestra mit Valery Gergiev bis zur amerikanischen Orchesterkultur des Pittsburgh Symphony Orchestra, mit Manfred Honeck und Anne-Sophie Mutter. Auch das "alte Europa" ist dabei, mit dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam und Daniele Gatti oder den Berliner Philharmonikern, die zum letzten Mal gemeinsam mit Chefdirigent Sir Simon Rattle in Luzern auftreten. Die Filarmonica della Scala gastiert erstmals mit Riccardo Chailly in Luzern, Solist des Konzerts ist Leonidas Kavakos. Das City of Birmingham Symphony Orchestra präsentiert sich mit seiner neuen Chefdirigentin Mirga Gražinytė-Tyla. Charles Dutoit und Martha Argerich treten mit dem Royal Philharmonic Orchestra auf, und das Shanghai Symphony Orchestra ist das erste chinesische Orchester beim Festival. Das West-Eastern Divan Orchestra mit Daniel Barenboim darf beim Thema "Identität" nicht fehlen. Philippe Jordan konzertiert mit dem Orchestre de l’Opéra national de Paris, und mit dem Chamber Orchestra of Europe, geleitet von Bernard Haitink, und dem Mahler Chamber Orchestra mit François-Xavier Roth sind zwei "Stamm-Ensembles" mit von der Partie.

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(c) Bilder: Lucerne Festival - G. Anderhub, A. Dokter, P. Fischli (2), P. Ketterer

 

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