Kirschblüte

Japan in rosé und weiß

Die Kirschblüte beginnt in Japan Mitte März auf Kyūshū, der südlichsten der vier Hauptinseln, und geht von dort nach Nordosten, bis sie Anfang Mai in Hokkaidō ankommt. Sobald die Sakura-Bäume blühen ist es Brauch Hanami ("Blüten betrachten") zu feiern. Unter den Kirschblüten finden sich Familien, Freunde oder Arbeitskollegen zusammen, um gemeinsam zu picknicken.

Fast das gesamte Jahr über feiert Japan Feste und Festivals, für Touristen eine ideale Gelegenheit, Japanische Traditionen kennen zu lernen. Einige der Feste, wie die Tempel- und Schreinfeste, sind sehr traditionell geprägt, andere bunt und lebensfroh. Der Ursprung vieler Feste liegt in der Religion, dem Shinto oder Buddhismus, oder im Lauf der Jahreszeiten. Der Shintōismus bewahrt auch heute noch den uralten Glauben an die Existenz heiliger Kräfte in der Natur, die als "Kami" (Götter) verehrt werden. Die Feste, die auf Shintōismus basieren, preisen die Götter und sollen für eine reiche Ernte, geschäftlichen Erfolg und eine glückliche Familie sorgen.

Kirschblütenfeste finden in ganz Japan statt, allerdings zu unterschiedlichen Zeiten, denn der Frühling startet im Süden und "wandert" nach Norden. Wann genau der Zeitpunkt der jeweils nur rund einwöchigen Blüte ist, kann nur grob vorhergesagt werden. Daher bringen die Nachrichtensendungen und -portale in dieser Zeit täglich die "Kirschblütenvorhersage", damit niemand dieses wunderbare Schauspiel verpasst.

Für viele Japaner symbolisieren die blühenden Kirschbäume menschliches Leben und Vergänglichkeit, für andere nur das Zeichen für den Frühling. Aber für nahezu alle gilt: Sobald die Sakura-Bäume blühen wird Hanami ("Blüten betrachten") gefeiert. Unter den Bäumen finden sich dann Familien, Freunde oder Arbeitskollegen zusammen, um gemeinsam zu picknicken. An beliebten Orten ist es dann schwierig, tagsüber und abends überhaupt einen freien Platz zu finden.

Wer Japan einmal in einem Schleier aus rosa-weißen Blüten erleben will, sollte also etwas Zeit mitbringen. Echte Kirschblütenfans reisen sogar dem Blütenmeer von Norden nach Süden hinterher. Überall in Japan verleihen die blühenden Kirschbäume der Landschaft einen besonderen Flair, sei es im Maruyama-Park von Kyōto, vor der Halle des großen Buddha-Tempels Todai-ji im altehrwürdigen Nara, auf der für ihre heißen Quellen bekannten Halbinsel Izu, auf dem Berg Yoshino in der Präfektur Nara oder im Joyama-Park in Nagoya. In Tōkyō blühen die Kirschbäume meist zur Monatswende März/April. Einer der beliebtesten Hanami-Treffpunkte ist der Ueno-Park, in dessen Nähe sich auch mehrere sehenswerte Museen befinden. Auch in Shinjuku Gyoen blühen über 1000 Kischbäume und entlang des Sumida-Flusses lässt sich herrlich unter Blüten wandeln.

Unsere Reportage über die Etikette in Japan finden Sie mit einem Klick hier.

© alle Bilder: JNTO

 

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