• Die Skyline von Perth bei Nacht.

  • Coole Cafés und Restaurants findet man in den Seitenstraßen der City.

  • Felsmalereien der Ureinwohner am Mount Ridley.

  • Das Freizeitparadies vor den Torfen von Perth: Rottnest Island.

  • Pelikan auf Rottnest Island.

Western Australia

Perth und die Strände des Südwestens

Ausgangspunkt einer jeden Reise innerhalb Westaustraliens ist die Hauptstadt Perth. Über die reiche, aber auch ruhige Millionenstadt gibt es viele Witze, die aber wie immer einen Funken Wahrheit beinhalten: „Wie heißt die zu Perth nächst gelegene Großstadt? – Hongkong!“ Noch in den 1980er Jahren mussten viele Westaustralier nach Hongkong auswandern, um sich mit gut bezahlten Jobs ihre Zukunft zu sichern. Inzwischen hat sich Perth als Dienstleistungszentrum sehr positiv entwickelt. Zahlreiche Bürohochhäuser ragen in den Himmel und zeugen von einer prosperierenden Rohstoffindustrie. Auch die Wohnviertel dokumentieren Wohlstand.
 

In Perth findet das Leben tagsüber statt. Bei Sonnenaufgang wird bereits gejoggt, früh auch gearbeitet – mit entspannenden Pausen in den Straßencafés zum zweiten Frühstück und zum Lunch. Zwischen 17 und 18 Uhr wird es spätestens Zeit für ein paar After-Work-Drinks. Wer danach noch fit ist, hat die Qual der Wahl zwischen einer großen Vielfalt an Restaurants. Aber nach 22 Uhr sind allenfalls noch Studenten in der Stadt unterwegs. An den Wochenenden pilgert man zu den Stränden – oder spielt vielleicht auch eine Runde Golf auf einem der vorzüglichen Plätze. Das ist „the Perth Way of Life“!

Im Kings Park, mit 400 Hektar Fläche der größte Innenstadtpark der Welt – größer als der Central Park in New York -, liegt Fraser’s Restaurant. Vom kleinen Hügel eröffnet sich am Abend ein herrlicher Blick auf die Skyline der City und den Swan River. Frische Meeresfrüchte, Fisch und weitere lokale Erzeugnisse kommen hier auf den Tisch. Beeindruckend ist auch die umfangreiche Weinkarte mit vorzüglichen Tropfen vor allerm aus Australien.

Eines der beliebtesten Freizeitziele für die Einwohner der Millionenstadt ist Rottnest Island, das sich leicht mit einer Express-Fähre erreichen lässt. Während der Anreise passiert das Schiff Dutzende von Riffen, Buchten und Stränden, in denen Seelöwen und je nach Jahreszeit auch Delphine und Wale zu Hause sind. Ihren Namen verdankt die Insel den Quokkas, kleinen Kurzschwanzkängurus, die die ersten Ankömmlinge fälschlicherweise für Ratten hielten. Vor über 6000 Jahren, als die Insel noch mit dem Festland verbuden war, lebten hier erstmals Menschen. Heute gehört Rottnest Island den Fußgängern und Radfahrern. In geschützten Buchten kann man schnorcheln, surfen, angeln und tauchen. Aber auch Essen, Trinken und Open-Air-Party kommen in einer der Gaststätten unweit des Piers nicht zu kurz.

Neben endlosen Stränden in nächster Umgebung bietet Perth eine Vielzahl vorzüglicher Golfplätze. Mehr dazu auf golf-genuss.de.

Eine der südlichsten Städte Australiens ist Esperance, rund eineinhalb Flugstunden von Perth entfernt. Hier sind, so sagt man, die schönsten Strände Australiens und beeindruckende Dünen. Nicht nur in der Lucky Bay ist es üblich, mit dem 4-Wheel-Drive entlang der schneeweißen Strände zu fahren. Dabei muss man weniger auf Menschen als auf sonnenbadende Kängurus achten, die sich auch im Sand sichtlich wohl fühlen.

Die Region hat mehr zu bieten als reichlich Sonne, die weißen Strände und einen türkisblauen Ozean, was sich bei einem Ausflug mit einem Jeep der Esperance Eco-Discovery Tours schnell feststellen lässt. Im Landesinneren kann man auf unterhaltsame Weise auch die Kultur des Noongar Volks studieren. Doc Kepa Kurl, einer der Stammesältesten, erklärt auf seinen „Aborigines Cultural Tours“ zum Mount Ridley wie die Kultur der Ureinwohner über Felsmalereien von Generation zu Generation weiter gegeben wurde. Insgesamt existieren in Westaustralien mehr als 250 „Indigenous communities“ (Ureinwohner-Gemeinden) mit insgesamt etwa 16.000 Einwohnern. Kepa Kurl, der nebenbei auch eine kleine Imbissbude am Strand betreibt, in der er unter anderem „Kangurucino“ serviert, erklärt die Geräusche der Natur und führt zu alten Wasserlöchern sowie ungewöhnlichen Gesteinsformationen.

Auf einer Bootstour kann man einige der vorgelagerten Inseln besuchen, Seehunde, Delphine und Seeadler sehen. Esperance selbst ist mit seinen knapp 15.000 Einwohnern ein typisch australisches Städtchen mit einigen netten Geschäften und einer kleinen Fabrik, in der aus Fischhaut-Leder Taschen und Geldbörsen handgefertigt werden. In Pubs, wie dem außerhalb der Stadt gelegenen Gibson Soak Hotel – von den Einheimischen schlicht „The Gibo“ genannt –, lässt sich auch heute noch echte Outback-Atmosphäre spüren. 
  

 



Eines von vielen Kängurus am Strand bei Esperance

 

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